Die Orgel

Frühere Orgeln

1590 baute Meister Henning Hencke (* um 1550; † vor 1620) aus Neustadt ein kleines Instrument in St. Lamberti. 1715 wurde diese Orgel nach Salzdethfurth verkauft. Danach baute der aus Frankfurt am Main stammende Orgelbauer und Schüler Arp Schnitgers Johann Matthias Naumann ein großes barockes Orgelwerk. Diese Orgel wurde mehrmals ausgebessert und erneuert, zuletzt 1941. 1945 verbrannte dieses Werk mit der Zerstörung von St.Lamberti.

Die jetzige Orgel

1946 kaufte die Lambertigemeinde zwei Orgelwerke vom Schmiedemeister Philipps in Algermissen,  und zwar das 1754 für Wrisbergholzen und das 1765 für die Kirche in Rautenberg gebaute Orgelwerk. Andere Pfeifen und Orgelteile wurden hinzugekauft, so die mit Gesichtern verzierten und z.T. vergoldeten Prospektpfeifen. Sie entstammen der 1857 aufgegebenen St.Martini Kirche Hildesheim und waren zwischenzeitlich nach Hilter ( Teutoburger Wald) verkauft worden.

Der Hildesheimer Orgelbauer Ernst Palandt hat sich der Aufgabe gestellt, diese Teile zu einem Orgelwerk zusammenzufügen.
Ernst Palandt schrieb auf den Orgelstuhl „ Ao Di (anno Domini= im Jahre des Herrn) 1946 ist sub (=unter) Past(ore) Dr.M. Storch dies Orgelwerk durch Herrn E.Palandt neu errichtet in memoriam aedificat (oris) organi et civis Novae urbis J.M. Naumann et eius magistri Arp Schnitger“ ( = zur Erinnerung an den erbauer der Orgel und Bürger der Neustadt J.M. Naumann und dessen Lehrer Arp Schnitger.“


1960 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Ab 1992 lag die Pflege der Orgel in den Händen von orgelbauer Franz Rietzsch, Hemmingen. er machte den noch nicht angeschlossenen Principal 16' spielbar, baute ein Brustwerk in die Orgel ein, und machte die Traktur leichter spielbar.

Die genaue Disposition der Orgel können Sie hier einsehen.