Johannesstatue

Johannes der Täufer

Im Altarraum findet sich eine Skulptur, die Johannes den Täufer darstellt. Geschaffen wurde sie 1753 für die St. Jakobikirche durch den Hannoverschen Hofbildhauer Johann Friedrich Blasius Ziesenis ( 1715-1786).
1756 heisst es
"Der Herr Riedemeister Koken, welcher sich, nebst dessen geschätztem Hause, um unsere Kirche, nicht nur durch unermüdete Fürsorge und stets geschäftige Bemühungen; sondern auch durch viele andere derselben erzeigte Wohlthaten höchstverdient gemacht, hat dis Kunststück der Kirche zum Gebrauch bei der heiligen Taufe geschenket."

 

Eigentümlich ist die (Jakobs)-muschel in der linken Hand des Täufers. In diese Muschel wurde zur Taufe eine silberne Taufschale eingesetzt.

Taufmuschel

Mit einem übergroßen Zeigefinger deutet Johannes auf das Lamm. Ähnlich so beim Jünger Johannes auf dem Isenheimer Altar, der auf den Gekreuzigten weist.

Zeigefinger des Johannes

Heute wirkt die Figur eher düster und farblich undeutlich. Ursprünglich war das Gegenteil der Fall: eine Silberschicht ließ die Figur erstrahlen.

Seit 1952 hat die Statue, die eigentlich der Jakobi ( also jetzt der Rechtsnachfolgerin: Andreas)-Gemeinde gehört, aber im Bestand der Roemermuseums verzeichnet ist, in der St.Lambertikirche ihren Platz. Erst kürzlich hat die Lambertigemeinde eine Sicherung und Restauration der gefährdeten Skulptur  möglich gemacht. Der Standort neben dem Altar ist u.E. nicht glücklich, muss aber aus klimatischen Gründen so gewählt werden.