Trauung

Wir wollen heiraten!
Und wir wollen eine Trauung in der Kirche.
Aber da gibt es noch einige Fragen, die wir hätten ...
Wo und wie melden wir uns an?

Im Pfarrbüro  bei unserer Sekretärin Frau Junkherr-Schulz, im Pfarramt bei Pastor Loest. Wir schauen dann, ob der von Ihnen gewünschte Termin frei ist und besprechen dann die Einzelheiten der kirchlichen Trauung.

Was kostet die Trauung?

Die Trauung in der Lambertikirche kostet für Gemeindeglieder der Lambertigemeinde selbstverständlich nichts. Nur für den Blumenschmuck sind Sie selbst zuständig. Auch die normale kirchenmusikalische Begleitung übernehmen wir. Wenn Sie besondere Wünsche haben ( Sängerin, Instrumentalistin), dann verursacht das Kosten, die Sie übernehmen müssten. Am besten besprechen Sie das mit unserem Musiker, Herrn Kantor Helge Metzner.Wenn Sie nicht Mitglied der Lambertigemeinde sind, müssen wir Ihnen je nach Jahreszeit Kosten  für die Kirche, Heizung, unser Personal in Rechnung stellen. Im Büro erfahren Sie hier Näheres.

Können wir uns kirchlich trauen lassen ohne standesamtliche Heirat?

Aus staatlicher Sicht wäre das möglich. Die zur Evangelischen Kirche in Deutschland gehörenden Kirchen haben aber  entschieden, das nicht zu tun. Also : Nein.  Worüber man nachdenken kann, ist eine Segnung ohne Trauversprechen.

Muss ich in der Kirche sein?

Ja - zumindest einer von Ihnen beiden. Sonst wäre ein Gottesdienst ja auch irgendwie eine unpassende Show -Veranstaltung. Und weil es gerade bei der Liebe darauf ankommt, dass Äußeres und Inneres gut harmonieren ( und Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit  dazugehören ) machen wir das nicht.

Ja- sagen manche-, Ich glaube ja und bin nur wegen der Finanzen ausgetreten.  Das hören wir gar nicht so selten. Aber Glaube hat nicht nur eine persönliche Seite ( Ich glaube), sondern auch eine gemeinschaftliche (Wir glauben, wir teilen Hoffnung und Zweifel , und tragen auch die finanziellen Lasten gemeinsam ). Jesus hat seine Jünger als einzelne, aber in die Gemeinschaft gerufen. Glaube hat für uns immer auch mit "Gemeinschaft" zu tun.  Wie in Ihrer Ehe  ist auch eine gewisse Form von Verbindlichkeit wichtig.

Welche Unterlagen brauchen wir?

Die Heiratsurkunde. Wenn Sie aus einer anderen Kirchengemeinde kommen, brauchen Sie noch eine Bescheinigung Ihrer Heimatkirchengemeinde. Die hat den etwas schwierigen Namen „Dinissoriale“ (Entlassungsschein). Wir schicken dann eine Bescheinigung über die vollzogene Trauung an Ihre Heimatgemeinde. Dort wird die Trauung in das Kirchenbuch eingetragen.

Brauchen wir Trauzeugen?

Nein.

Können wir die Kirche besonders schmücken?

Ja.  Allerdings werden Sie es selbst organisieren und auch bezahlen müssen. Wichtig ist, dass dabei nichts beschädigt wird.

Wie ist es mit Bildern und Videos?

Ja das ist möglich. Allerdings soll der / die Photograph/ Filmer mit uns rechtzeitig vor dem Gottesdienst Kontakt aufnehmen.   Hinweis! Fragen Sie Ihren Fotografen oder Ihre Videoagentur, ob sie eine Zulassung für St.Lamberti hat. Es gibt Fotografen/Agenturen, denen wir wegen Nichteinhaltung der Absprachen die Zulassung entzogen haben! Bei einer Trauung wird das Brautpaar den ganzen Tag über überschwemmt mit Eindrücken und Blicken, so dass der „innere Film“ manchmal gar nicht so schnell mitkommt. Ausserdem: im Angesicht einer Kamera verhalten Sie sich anders. Probieren Sie es mal selbst aus und halten Sie eine Kamera auf Ihre Partner, ihre Partnerin. So können dann der innere Film der Seele und der  äußere Film auseinanderfallen.  Das ist nicht gut fürs Erleben.Wir wollen, dass Ihre Trauung für Sie ein schönes und ganzheitliches Erlebnis wird. Darin haben wir einige Erfahrung. Wir wissen, was in unserer Kirche gut geht und was nicht.

Wie ist das mit einer ökumenischen Trauung?

Leider gibt es sie nicht wirklich: denn entweder ist es eine katholische Trauung mit evangelischer Beteiligung oder eine evangelische Trauung mit katholischer Beteiligung. Rein organisatorisch ist meist sehr viel regelbar - das hängt aber von den beteiligten Personen ab. Dennoch ist es ein großes Ärgernis, dass einem ernsthaften Wunsch derzeit so wenig entsprochen werden kann.

Können wir uns auch von einer anderen Pastorin oder einem anderen Pastor trauen lassen?

Ja. Das ist eine Frage der Absprache.

Können wir unsere Trauung mit der Taufe  unseres Kindes verbinden?

Das ist natürlich möglich. Wir haben das auch gemacht und es kann ein schönes Familienfest sein. Aber eine Erfahrung haben wir auch: sowohl die Feier der Liebe, wie auch die Feier der Taufe und die Freude über das Kind- das sind beides ganz eigene Akzente. Wir haben das Gefühl, dass bei einer Kombination einer dieser Akzente zu kurz kommt. Da ist die Braut mit dem Kind beschäftigt, die Oma wedelt mit einem Spielzeug, bei der Trauung brüllt die Kleine und schreit „ Mamaaa“!  Wir raten Ihnen eher dazu, diese Kombination sehr gut zu überlegen. Die Feier der Liebe verdient ein eigenes und besonderes Gewicht, die Taufe auch.

Können wir die Musik aussuchen?

Sicher. Nur nicht alles ist sinnvoll. Manche Trauratgeber schreiben hier von sinnvollen bis zu wirklich eigenartigen Tipps scheinbar auf, was sie mal irgendwie gehört haben. Ein Ratgeber z.B. empfahl die sehr schöne Sinfonia einer Kantate von J.S. Bach BWV 156. Schaut man den Titel der Kantate an, wähnt man sich in der falschen Veranstaltung: „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“. Reden Sie mit uns.  Wir haben die Erfahrung über viele Jahre hinweg, was in einer Kirche sinnvoll geht und was eher peinlich wirkt. Nicht alles, was man im Film oder Fernsehen gesehen hat, ist dann auch in der Wirklichkeit schön.

Ich bin geschieden ...

Für uns als evangelische Kirche ist es ein Geschenk, wenn Liebe wächst und wir begleiten Sie gerne dabei, wenn Sie den Mut haben, es trotz einer negativen Erfahrung noch einmal mit der Form der Ehe zu versuchen. Sie können sich also auch nach einer Scheidung kirchlich trauen lassen.

Meine Partnerin / mein Partner ist geschieden ... 

Wie gesagt: für uns als ev.Kirche gibt es da keine Probleme. Anders ist es, wenn Ihr Pertner/ Ihre Partnerin röm. kath. ist und die dort gültigen Regeln beachten will.  Eine Ehe gilt als unauflöslich. Eine erneute kirchliche Heirat ist unmöglich. Eine evangelische Trauung bedeutet dann den Ausschluss von der Eucharistiegemeinschaft. Es gibt aber auch für röm.kathol. Christen/Christinnen einen Weg, alles miteinander in Einklang zu bringen: ein Verfahren, das die erste Ehe als nichtig erklärt oder auflöst. Wenn Sie sich dazu informieren wollen, haben wir hier einen Link auf die Homepage des Bistums Hildesheim gesetzt.

Darf mich mein Vater zum Altar bringen?

Ja natürlich. Nur bedenken Sie, dass dieses Ritual mit einer Tradition verbunden ist, in der die Frau weniger Rechte hat, als ihr Mann. Das ist eindeutig ein männliches Ritual. Der eine Mann übergibt die Tochter in die Obhut des anderen Mannes.   Wir geben Ihnen zur Entscheidung einen Tip. Stellen Sie sich mal wie im Spiel vor: Sie sind ein altes Ehepaar, kurz vor der Goldhochzeit. Und erinnern sich, wie das war damals mit Ihrer Trauung: die Eltern, der Schmuck, die Feier, der Einzug in die Kirche. Und stellen Sie sich dann beides vor: zusammen eingezogen, sich an der Hand gehalten, gemeinsam den Einzug genossen. Und auch: vom Vater gebracht, der Ehemann wartet, ich komme auf ihn zu.   Was kommt Ihrem Empfinden näher? Würde Ihnen bei der einen Lösung etwas fehlen, was die andere hätte geben können?

Wie ist das mit dem Blumenstreuen? Dürfen wir Reis streuen?

In der Kirche sollen keine Blumen gestreut werden, vor der Kirche ist das kein Problem.
Reis darf vor der Lambertikirche nicht gestreut werden. Warum ? Stellen Sie sich vor: Wir hätten hier Hunger und würden eine Trauung aus einem fremden Land sehen, vor einer Kirche- und da würde mit Brotstückchen herumgeworfen. Sie merken selbst schnell: das ginge gar nicht und so geht es bei uns auch nicht.

Weitere Informationen auf der Homepage unserer Landeskirche